Fragen und Antworten (FAQ)
Fragen und Antworten (FAQ)
Das Niedrigwasser-Informationszentrum (NIZ) bündelt Informationen rund um das Thema Niedrigwasser in den Fließgewässern, im Grundwasser sowie im Bodensee als wichtigsten See des Landes Baden-Württemberg. Das NIZ richtet sich insbesondere an Behörden, aber auch an Wassernutzer und interessierte Bürgerinnen und Bürger. Das NIZ ordnet auf der Basis aktueller Messwerte ein, ob und wo aktuell eine Niedrigwassersituation in den Fließgewässern und im Grundwasser vorliegt und wie ausgeprägt diese ist. Prognosen aus wasserwirtschaftlichen Modellen ermöglichen eine Einschätzung, wie sich die Lage entwickeln wird.
In Flüssen und Bächen betrachtet das NIZ neben den Wasserständen auch die Wassertemperaturen, die durch den Klimawandel ansteigen und sich zunehmend in ökologisch kritischen Bereichen bewegen können.
Die Landesstrategie zum Umgang mit Wassermangel in Baden-Württemberg beinhaltet das NIZ als einen zentralen Baustein zur Bewertung aktueller Niedrigwasserlagen. Das NIZ wurde daher 2023 bei der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg (LUBW) eingerichtet.
Bei Niedrigwasser unterschreitet der Wasserstand bzw. der Abfluss in einem oberirdischen Gewässer oder im Grundwasser einen bestimmten Schwellenwert. Diese Schwellenwerte können einerseits durch Gewässeranforderungen (z.B. ökologischer Mindestwasserabfluss) oder Nutzungsbe-darfe (z.B. Schifffahrt) definiert werden. Anderseits können auch statistische Kennwerte, wie z.B. der mittlere Niedrigwasserdurchfluss (MNQ), herangezogen werden.
Der Pegelstand wird mit Hilfe einer Messeinrichtung, die Pegel heißt, gemessen. Der Pegelstand ist der senkrechte Abstand der Wasseroberfläche zu einem festen Bezugspunkt, der Pegelnullpunkt (PNP) genannt wird. Dieser Nullpunkt (Wasserstand 0 cm) ist in Baden-Württemberg für jeden Pegel so festgelegt, dass er etwas über der Gewässersohle und unter dem historisch niedrigsten Wasserstand liegt. Denn auch bei Niedrigwasser soll der Pegel positive Werte anzeigen. Pegelstände sind somit eine Bezugsgröße, um sich ändernde Wasserstände erfassen und darstellen zu können.
Manchmal liegt der Pegelnullpunkt unterhalb der Gewässersohle. Das Gewässer ist dann bereits ausgetrocknet, obwohl am Pegel noch ein Wasserstand angezeigt wird.
Die Wassertiefe bezeichnet dagegen an jedem Ort im Gewässer den senkrechten Abstand der Wasseroberfläche zum Gewässerboden. Das heißt, in der Nähe des Ufers sind die Wassertiefen eher klein, in der Mitte eines Flusses meist am größten.
Die Hauptursache für Niedrigwasser liegt im Zusammenspiel von Wetter und Wasserhaushalt. Wenn es in den vergangenen Tagen, Wochen oder Monaten wenig geregnet hat und die Temperaturen hoch sind, trocknen die Böden aus, der Grundwasserstand sinkt und der Abfluss in den Ge-wässern nimmt ab. Die Ursache kann zeitlich weit vor den niedrigen Wasserständen liegen, denn der Niedrigwasserabfluss wird vor allem aus dem Grundwasser gespeist. Dieses reagiert wiederum oft mit erheblichen Verzögerungen auf Defizite im Niederschlag.
Neben den Wetter- und Standortbedingungen kann auch der menschliche Einfluss eine Rolle spielen: Wasserentnahmen (z. B. für Landwirtschaft, Industrie oder Trinkwasserversorgung) können Niedrigwasser verstärken, während eine gezielte Speicher- und Talsperrenbewirtschaftung abmil-dernd wirken und den Abfluss in Flüssen stützen kann. Insgesamt hängen das Auftreten und Ausmaß von Niedrigwasser somit sowohl von natürlichen Prozessen als auch von der menschlichen Nutzung und Steuerung der Wasserressourcen ab.
In den Fließgewässern nimmt die Anzahl der Niedrigwassertage im Sommerhalbjahr insbesondere seit Mitte der 2010er Jahre signifikant zu. Die Anzahl der Niedrigwassertage im Winterhalbjahr war insgesamt leicht rückläufig. In den letzten Jahren aber hat sie zugenommen.
Im Grundwasser sind Veränderungen im mittleren Jahresgang zu beobachten. Beispielsweise tritt das jährliche Maximum der Grundwasserstände und Quellschüttungen zunehmend früher im Jahr auf, was zu einer Verlängerung von Niedrigwasserperioden führt. Zudem zeigt die überwiegende Mehrheit der Grundwassermessstellen eine langfristige Tendenz zur Verringerung der mittleren Grundwasserstände.
Im Bodensee zeigen langfristige Beobachtungen, dass sich veränderte Niederschlagsmuster und steigende Temperaturen auch auf den Bodensee auswirken können. Der Klimawandel gilt als ein wesentlicher Faktor für zunehmende Niedrigwasserphasen.
In den Fließgewässern ist Niedrigwasser Teil des natürlichen Abflussgeschehens. Die Klimaprojektionen für Baden-Württemberg zeigen jedoch, dass die Temperaturen in Baden-Württemberg in Zukunft weiter ansteigen, die Sommer trockener, die Winter hingegen nasser werden. Dadurch werden die Niedrigwasserphasen intensiver. Die Grundwasserneubildung wird deutlich zurückgehen.
Untersuchungen zeigen auch, dass sich das Klima derzeit so verändert und auch weiterhin so verändern wird, dass sich Niedrigwassersituationen zum Ende des 21. Jahrhunderts verschärfen werden, d.h. die Niedrigwasser werden häufiger auftreten und die niedrigen Wasserstände werden tendenziell noch niedriger ausfallen.
Im Bodensee wird der charakteristische Jahresverlauf mit höheren Wasserständen im Sommer und geringeren Wasserständen im Winter tendenziell immer weniger stark ausgeprägt sein.
Der Wasserstand des Bodensees wird an mehreren Pegeln gemessen. Dabei wird nicht der Wasserstand über der tiefsten Stelle des Sees in 251 m Tiefe angegeben, sondern über einer bestimmten Bezugshöhe, dem Pegelnullpunkt (PNP). Am Pegel Konstanz/Bodensee liegt diese Bezugshöhe bei 391,88 m+NN, also im Mittel etwa 3,35 m unter der Wasseroberfläche.
Die Pegel rund um den Bodensee haben unterschiedliche Bezugshöhen und somit unterschiedliche Pegelstände bei gleichem Wasserstand.
Der Bodensee ist eines der bedeutendsten Gewässer Mitteleuropas und ein zentraler Bestandteil des Wasserhaushalts in Baden-Württemberg. Aufgrund seiner Größe, seiner internationalen Bedeutung und seiner besonderen hydrologischen Eigenschaften wird der Bodensee im NIZ gesondert betrachtet.
Der Wasserstand des Sees ist nicht reguliert. Das macht ihn einzigartig unter den großen Seen im Alpenraum. Dadurch zeigt der See auch einen markanten Jahresverlauf, der das Wasserdargebot und die Zuflüsse aus seinem Einzugsgebiet widerspiegelt:
Der Wasserstand des Bodensees folgt einem natürlichen Jahresverlauf. Im Hochsommer erreicht er meist seinen höchsten Stand, da Schmelzwasser vor allem aus den Alpen zufließt und Niederschläge im Einzugsgebiet überwiegend abflusswirksam sind. Zum Spätsommer nehmen die Zuflüsse jedoch wieder ab, weil die alpine Schneeschmelze weitgehend abgeklungen ist, die Vegetation und Böden einen großen Teil der Niederschläge aufnehmen und durch hohe Temperaturen mehr Wasser verdunstet. Im Herbst und Winter fällt ein Großteil der Niederschläge im Gebirge als Schnee und wird gespeichert, wodurch der Wasserstand weiter sinkt. Mit der Schneeschmelze im Frühjahr (ab ca. März) steigt der Wasserstand erneut an.
Niedrigwasser kann unter anderem Auswirkungen auf die Schifffahrt und Häfen haben. Zum Beispiel konnte bei den niedrigen Wasserständen im Frühjahr 2025 die „Weiße Flotte“ Häfen wie Langenargen, Bad Schachen und Mannenbach zeitweise nicht anfahren. Genaue Auskunft zu aktuellen Einschränkungen geben die Schifffahrtsämter.
Die touristische Nutzung kann durch die breiteren Uferzonen eingeschränkt sein.
Die Trinkwasserversorgung ist in der Regel nicht unmittelbar betroffen.
Der niedrige Pegel am Bodensee ist an sich keine Gefahr für Tiere und Pflanzen. Die Lebensgemeinschaft im Bodensee ist an schwankende Wasserstände angepasst. Trockenfallende Flächen sind in der Regel im Winter bei niedrigen Wasserständen auch nicht von Wasser benetzt und müs-sen jedes Jahr neu besiedelt werden. Vor allem in sehr flachen Uferbereichen führt der sinkende Pegel zu einem Verlust von Wasserlebensräumen, steilere Ufer sind weniger davon betroffen. Lediglich für Arten, die nicht mobil sind, kann es zur Austrocknung und zum Absterben kommen. Andererseits können niedrige Wasserstände die seeseitige Ausbreitung von Schilfbeständen begünstigen. Standorttreue Arten, die nicht in tiefere Wasser ausweichen können, werden langfristig zurückgehen.
Bezüglich der Auswirkungen auf verschiedene Fischarten wenden Sie sich bitte an die Fischereiforschungsstelle des Landwirtschaftlichen Zentrums Baden-Württemberg.
An einigen Stellen in der Flachwasserzone bilden sich bei langanhaltenden Schönwetterphasen schwimmende grüne Algenteppiche, die meist aus fädigen Algen bestehen. Sie wachsen schnell an Stellen mit vielen Nährstoffen und geringer Wassertiefe. Ein solcher Bereich ist beispielsweise die Schussenmündung bei Langenargen. Wind und Strömungen verteilen nährstoffreiches Wasser aus der Schussen rund um die Mündung, das Wasser ist relativ flach und erwärmt sich schnell.
Der Grundwasserstand gibt die Höhe des Grundwasserspiegels über oder unter einer horizontalen Bezugsebene an, in der Regel über Normalhöhennull oder unter Geländeoberkante. Umgangssprachlich werden die Begriffe Grundwasserstand und Grundwasserspiegel häufig synonym verwendet.
Der Grundwasserstand wird an einer Grundwassermessstelle ermittelt, kann aber auch in Brunnen gemessen werden. Heutzutage werden meist automatische Messsysteme eingesetzt, in denen der Grundwasserstand kontinuierlich gemessen und gespeichert wird. Häufig besteht die Möglichkeit einer Datenfernübertragung, die Daten werden so an die zuständige Behörde übermittelt und können in Echtzeit dargestellt werden.
Es kann lange dauern, bis Niederschlagswasser im Grundwasser ankommt. Einzelne Niederschlagsereignisse zeigen beim Grundwasser oft keine unmittelbare Wirkung. Grundwasser reagiert auf Niederschlagsschwankungen meist deutlich träger als die Fließgewässer. Die Spannweite der Reaktionszeit ist jedoch sehr groß und hängt von der Tiefe des Grundwassers und der Ausprägung der Grundwasserüberdeckung und des Grundwasserleiters ab. Die Bandbreite reicht von Tagen und Wochen bei oberflächennahen oder sehr gut durchlässigen Grundwasserleitern bis hin zu Monaten und Jahren bei tiefen oder gering durchlässigen Grundwasserleitern.
Klimatische und witterungsbedingte Änderungen der Grundwasserneubildung führen zu Schwankungen der Grundwasserstände und Quellschüttungen und machen so die Vorratsänderung im Grundwasserleiter sichtbar. Neben der Grundwasserneubildung aus dem Niederschlag, spielen auch die Wechselwirkung zwischen Grundwasser und Oberflächengewässer (In- und Exfiltration) sowie der unterirdische, laterale Zu- und Abstrom in und aus dem Grundwasserleiter eine Rolle.
Normale klimatische Verhältnisse verursachen saisonale Schwankungen: die Grundwasserstände steigen im Winterhalbjahr (November bis April) an und sinken im Sommerhalbjahr (Mai bis Oktober). Die saisonalen Schwankungen (Jahresgang) können zusätzlich von kurzen oder längeren Tro-cken- und Nassperioden (periodischen Schwankungen) überlagert werden.
Der Schwankungsbereich (Amplitude) im Grundwasser fällt je nach Standort sehr unterschiedlich aus. Besonders im Mittelgebirge (Festgesteinsregionen) können die Amplituden auch kleinräumig sehr stark voneinander abweichen. Je nach Tiefe des Grundwasserspiegels, der Durchlässigkeit der Gesteinsschichten und der Speicherfähigkeit des Standortes kann der Schwankungsbereich über das Jahr betrachtet wenige Dezimeter bis zu mehreren Metern betragen.
Niedrige Grundwasserstände können zu lokalen Engpässen bei der Wasserversorgung sowie zu Schäden an grundwasserabhängigen Biotopen und Feuchtgebieten führen. Bei sinkendem Grundwasserspiegel im Lockergestein sickert das Wasser durch den Porenraum in die Tiefe, wodurch der Porenraum oberhalb vom sinkenden Grundwasserspielgel entleert wird. Da Wasser vernachlässigbar kompressibel ist, stabilisiert es den Porenraum im Lockersediment. Entleert sich der Porenraum können Setzungsprozesse auftreten. Daher können bei sehr niedrigen Grundwasserständen Setz-rissschäden an Gebäuden und Verkehrsinfrastruktur auftreten. In der Landwirtschaft können zudem flache Beregnungsbrunnen versiegen. Darüber hinaus führen Fließgewässer, die aus dem Grundwasser gespeist werden, früher Niedrigwasser, was wiederum Auswirkungen auf die Gewässerökologie haben kann. Grundwassergespeiste Seen können deutlich niedrigere Wasserstände aufweisen und bedeutende Flächenverluste erleiden. Kleinere Gewässer können sogar ganz trockenfallen.
Niedrige Wasserstände treten vor allem an freifließenden Flüssen oder Flussabschnitten auf, weil dort die Wasserstände nicht durch Aufstau beeinflusst werden können.
Bei niedrigen Wasserständen kommt es zu Einschränkungen für die Schifffahrt, d.h. Schiffe mit großen Tiefgängen können nicht mehr voll beladen werden. Sie befördern dann weniger Güter und fahren damit zugleich weniger wirtschaftlich.
In staugeregelten Flüssen wie z. B. im schiffbaren Neckar flussabwärts von Plochingen wird der Wasserstand durch Wehre (und Schleusen) in sogenannten Stauhaltungen konstant/stabil gehalten. Dadurch bleibt der Wasserstand in diesen Gewässern auch bei ausgeprägten Trockenperioden weitgehend unverändert. Niedrigwasser wird folglich nicht durch sinkende Wasserstände sichtbar, sondern äußert sich durch abnehmende Abflüsse, mit entsprechenden Auswirkungen. Für die Schifffahrt bedeutet dies, dass Niedrigwasser auf solchen Wasserstraßen oft erst spät oder gar nicht auftritt. Allerdings kann die Reduzierung der Schleusungsanzahlen (z. B. Sammelschleusun-gen) erforderlich werden, um den Wasserverbrauch im System zu begrenzen.
Niedrigwasser ist ein natürliches Ereignis und tritt regelmäßig auf. Dabei wird der Lebensraum für Tiere und Pflanzen kleiner und Nebengewässer sind oft schwer erreichbar. Kläranlagen leiten gereinigtes Abwasser ein. Bei Niedrigwasser gibt es weniger Wasser zur Verdünnung, sodass sich Stoffe stärker konzentrieren können. Gleichzeitig arbeiten Kläranlagen bei warmem, trockenem Wetter meist besonders gut. Leicht abbaubare Stoffe sind daher meist unproblematisch. Kritisch können jedoch Salze, Metalle und schwer abbaubare Stoffe werden. Außerdem erwärmt sich das Wasser schneller, was Algenwachstum fördert und zu Sauerstoffmangel führen kann.
Fische und andere Tiere können nur innerhalb bestimmter Umweltbedingungen gut leben. Diese Grenzen nennt man Toleranzbereiche. Werden sie überschritten, funktionieren Körperprozesse schlechter oder die Tiere sterben.
Bei wechselwarmen Tieren wie Fischen hängt der Stoffwechsel stark von der Wassertemperatur ab: warmes Wasser beschleunigt den Stoffwechsel, erhöht aber auch den Energie- und Nahrungsbedarf und verursacht Stress. Gleichzeitig enthält warmes Wasser weniger Sauerstoff als kaltes. Das kann problematisch werden, weil Tiere bei höheren Temperaturen eigentlich mehr Sauerstoff brauchen.
Zusätzlich verbrauchen Mikroorganismen bei warmem Wasser mehr Sauerstoff, zum Beispiel beim Abbau von Algen. Dadurch kann der Sauerstoffgehalt weiter sinken und für Fische kritisch werden.
Flüsse haben je nach Abschnitt unterschiedliche Temperatur- und Sauerstoffverhältnisse. Steigen die Wassertemperaturen dauerhaft, verändert sich die Fischzusammensetzung: Kälte- und sauerstoffliebende Arten wie Forellen ziehen sich in kühlere Flussabschnitte zurück, während wärmeliebende Arten wie Wels oder Schleie sowie einige invasive Arten sich weiter ausbreiten.
Durch niedrige Wasserstände trocknen Uferbereiche aus, wodurch Lebensräume für viele Wasserorganismen verloren gehen. Einige Tiere, wie Muscheln, können dem sinkenden Wasser nicht folgen und sterben ab. Außerdem sind viele kleinere Zuflüsse für Fische nicht mehr erreichbar, obwohl sie dort kühlere Rückzugsorte finden könnten. Ein vollständiges Austrocknen des Rheins ist jedoch unwahrscheinlich, da der Bodensee und das alpine Einzugsgebiet als Wasserspeicher wirken. Wenn der Wasserstand steigt, können sich trockengefallene Bereiche meist schnell erholen. Dennoch stellen heiße Sommer eine große Gefahr für kälteliebende Fischarten dar. Auch ohne Fischsterben besteht die Gefahr, dass Arten wie die Äsche langfristig aus dem Rhein verschwinden.
Das hängt von der aktuellen Situation und lokalen Regelungen ab. Bei ausgeprägtem Niedrigwasser können Wasserentnahmen eingeschränkt oder verboten werden. Maßgeblich sind die Anordnungen der zuständigen Behörden.
Jede Person kann helfen, indem sie sparsam mit Wasser umgeht, zum Beispiel: Garten nicht übermäßig bewässern, Wasser mehrfach nutzen und Pools und Teiche nicht unnötig befüllen.
Das NIZ informiert über die Lage und ordnet sie ein. Konkrete Maßnahmen oder Verbote werden von den zuständigen Behörden vor Ort festgelegt.
Die Informationen des Niedrigwasser-Informationszentrums dienen der sachlichen Einordnung der aktuellen Lage. Für verbindliche Regelungen und Maßnahmen sind die jeweils zuständigen Behörden maßgeblich.
Das NIZ zeigt Messdaten zu Wasserständen, Abflüssen und Wasserqualität an ausgewählten Flüssen in Baden-Württemberg. Diese Daten stammen aus offiziellen Messstellen des Landes. Das Pegelmessnetz des Landes umfasst rund 250 Pegel. Da der Fokus historisch begründet auf der Messung der mittleren und hohen Abflüsse lag, liefern davon nur rund 100 Pegel im Niedrigwasserbereich verlässliche Daten.
In den kommenden Jahren werden weitere Pegel schrittweise „niedrigwassertauglich“ gemacht. Das NIZ liefert neben Wassertemperaturen an über 100 Messstationen Daten zu Gewässergüte-Parameter (z.B. Sauerstoffgehalt, pH-Wert, Leitfähigkeit und Trübung im Rhein, Neckar und Donau) und Grundwasserständen an vielen GW-Messstellen und auch. Ein operationell betriebenes Wasserhaushaltsmodell liefert zudem Schätzungen zum aktuellen Zustand der einzelnen Wasserhaushaltsgrößen (Verdunstung, Bodenfeuchte, …).
Die Daten werden regelmäßig aktualisiert. Je nach Messstelle erfolgt die Aktualisierung mehrmals täglich. Das genaue Aktualisierungsintervall kann variieren.
Nicht an jedem Gewässer gibt es eine Messstelle. Zudem können Messungen zeitweise ausfallen, etwa wegen Wartungsarbeiten oder technischer Störungen.
Die dargestellten Daten stammen aus geprüften Messnetzen des Landes. Dennoch können natürliche Schwankungen und Messunsicherheiten auftreten. Die Informationen dienen zur Orientierung, nicht als alleinige Entscheidungsgrundlage.